Dessau-Blog: Das Weblog von Dessauern für Dessauer

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Jun '10

Erinnerungen an Dessau,Objekte,Arbeitsstätten,Gaststätten,Waldbad Freundschaft und der Discothek 77

     

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  Leider sind einige Objekte,traditionelle Bauten ,Werke, Gaststaetten Dessau im Internet zu DDR Zeiten nicht zu finden .Auch eine Stadt Dessau-Rosslau gab es nie. Dieses ist eine  Erfindung   der neuen Politiker und deren  Politik. . Keine Hinweise auf  Objekte ,Erlebnisse ,Arbeitsstätten   auch deren Beständigkeit Stadt Dessau zu DDR Zeit und  der kulturellen Szene die Dessau und nur Dessau   mit geprägt haben. Denke an vieles ,was man in über 40 Jahre in Dessau erlebt hat. Lorkpark und das Kinderheim “E.Thälmann”(gegenüber ehem.Lok-Sportplatz) wo ich viele Verbindungen zu den Jugendlichen hatte und mit diesen viel unternahmen (Malen)  und oft mit ihnen in der Aula Musik machten. Kreiskultur Kabinett Herrn Lehmann dem ich einiges verdanke , auch die Jugendclubs in Dessau.                                       

 HJ.Stolle/U.Funk/Tommy/B.Lamprecht

Die Anfaenge Jugendclub Bauhofstrasse,wo wir mit Blau/Rot und anderen Kapellen (Tarzan/Kühnert u.a.Mitglieder  erste Auftritte und unseren ersten live Rockn Roll hörten spielten und alle ausflippten) auch mal verhaftet mit vielen anderen ( Rockn Roll im Rummelzelt  war rechts neben HO-Warenhaus aufputschen der Massen)und mussten eine Nacht mit erhobenen Händen auf dem Polizeirevier stehen. Viele Erlebnisse man könnte ein Buch schreiben.Oder die Disco`s in Dessau z.b.Confusion (B. Richter) und viele andere . Dessau hatte sogar eine sehr nette mutige Mädchenband ,die MBF Formation.

Auch eine  Motorradgang hatte Dessau in den 60er . Motorräder wie JAWA, MZ,RT, AWO, BK und ein paar schnelle SR (Moped SR Simson 50 ccm  ) waren dort vertreten. Es war damals auch nicht angebracht allein nach Rosslau zufahren.Unser Treffpunkt Dessau war meist immer der Club in der Bauhofstrasse ,schon draussen hörten wir Tarzan mit seinem Saxophon (Zufahrt damals noch von der Heidestrasse möglich)oder auch die Schwesternschule Alten wegen der vielen schönen Mädchen. Anmeldung Vollgas Zündung aus, kurz vor dem Stillstand Zündung ein..Wumm ,es gab einen oder ein vielfaches sehr lautes Knallen  .Wir waren echte dessauer Halbstarke in Lederol jacken (mehr Gummi wie Leder) auch in der DDR ,die viel ,sehr viel Blödsinn machten und sich auch mal mit den Rosslauer anlegten .Politik interessierte uns noch nicht.Wir hatten alle unser Motorrad verchromt und frisiert und fuhren mit selbst gemischten Sprit (auch Waschbenzin) , Ähter & Rizinus Zugabe und keiner störte sich daran.Wir fühlten uns frei und ungezwungen , Geschwindigkeitskontrollen oder Rauch und Parkverbote  gab es  nicht .Wir haben auch ohne Helm und Firlefanz  ohne wirklich rein und sauber ohne Bakterienkiller  überlebt und sind auch öfters kräfig mit der Karre auf die Schnauze geflogen. .Wir hatten echte Freunde, keinen Computer der uns das Leben verkürzte, dafür viel Freizeit wir trafen uns mit oder ausserhalb der Familie .Ein Geheimtipp war der Hintersee, Party (Fete)  Lagerfeuer , mit Musik von der Kofferheule ,Summer of Love, meist mit den Sendern  RIAS  oder Radio Luxemburg KW im 49m Band  mit Camillo Felgen†  auch DDR Spionage (sogenannter Freiheits oder Soldaten Sender 904) der in Burg stand (war allgemein bekannt) und nur Westmusik brachte und nur dummes Zeug quatschte.(Anodenwumme -Die ersten Koffer-Radios waren mit Röhren bestückt und wurden zusätzlich mit einer Anodenbatterie 67,5 Volt betrieben, etwas später wurde  der  Transistor verwendet) oder unsere Gitarren ,mit Freundin auch ohne Pille oder Freund  und einen Kasten Bier oder einfach  nur herrlich Spass haben ,baden und zelten. Auch Möhlauer See ,Bergwitz und Sollnitzer (wo eine Hundertschaft Polizei die FKK   (Freikörperkultur) Anhänger in den Anfängen des nackt baden ,verhafteten)

Western Musik von Ronny(Caroline)am Wall  Hintersee - Wildwest  ..  B.Friedrich & Tom

 Magdalena,(Ungarn) Tommy , Jack,(France) Jacqueline Rassel †, Angela ,Chantal  

Internationaler Besuch auch zur DDR Zeit.

 Wir haben uns auch mit wenigen Worten sehr gut verstanden.

Chantal(France),Magdalene(Ungarn),Sigi (BRD) Udo (DDR), Jacqueline† (France)

Wenn wir auf der Strasse waren ,waren wir etwas “besonderes”…..echte Dessauer Jungs

Erinnerung an Werner Papenfuss † (Berufsfeuerwehr Dessau )mit dem ich viel erlebt und unternommen habe.

Seinen  lebensgefährlichen  Troll  (Motorroller) und noch keine Fahrerlaubnis …..

v.l.n.r.  K.Jankowiak,H.Höhne,R.Ludewig,H.Funk,H.Steinborn,K.Essbach,D.Beuche, P.Ziller,Tommy

Leider sind die meisten nicht mehr unter uns….. 

Subotnik zur DDR Zeit  - Gemeinsames Gross sauber machen,endete meist bei uns in einer feucht fröhlichen Runde. Im Hintergrund stehen noch die alten Baracken.

                                                                Der Kristallpalast DESSAU

Kulturelle und traditionelle Bauten und Objekte und orig.Dessauer Kneipen , Klubhäuser ,Kristallpalast ( Kristallpalast zur DDR Zeit und Heute )Waldbadgaststätte oder Junkalor die man einfach nach der Wende verrotten lässt.Geld war nur für  Gewerbegebiete & neue Einkaufzentrum da .Erinnerungen in all den jungen Jahren in Dessau mit erlebt und aufgebaut und die Jugend mit verbracht hat .Auch wenn vieles nicht erlaubt war und gab,wir haben es doch gemacht oder besorgt ,es gab immer einen Weg  für Freunde,Nachbarn und Publikum .Es gab auch  beispielhafte ,lebenswerte vorbildliche Sachen und kulturelle Bereiche, es gab in meiner Zeit nicht nur und immer nur Stasi .

Ein jeder erlebte die DDR in seiner Weise, wer sich unbedingt mit der Staatmacht anlegen wollte, hatte nichts zu lachen,wenn er keine Beziehungen hatte.  Wer seinen ABV  genauer kannte ,wusste das er auch heimlich Kanal 10 schaute. (bis auf einige typisch deutsche, die als Mensch nicht zu gebrauchen waren und andere zu ihrem Glück mit der Waffe zwingen wollten ) Die meisten Leute redeten mit gespaltener Zunge.(Zwei Meinungen) waren in der Partei  und Kampfgruppe um vorwärts zu kommen  oder um ihre Ruhe zu haben. Meine Erfahrung, Gefährlich waren meist nur die kleinen ” ich weiss was ”  Helfer (Informanten) die Ihrer Berichte auch noch manipulierten und die Steine ins rollen brachten.

Vorbildlich waren:

Kindergrippen Wochengrippen Hord,Kinderferienlager,Schulspeisung ,kostenfreie Lehrbücher,Schule,Polytechnischer Unterricht,Lehre,mehrere Ausbildungen,Berufschule,einen oder mehrere Berufe,  und eine oder mehrere Arbeitsstaetten ,zinslose Kredite für junge Ehen und ein Gesundheitssystem was nicht auf den neusten  Stand war dafür aber stabil  (z.b.keine Zahlungen  auf  Brillen ,Zähne,Rezepte oder Medikamente und Behandlungen,Vorführung aller Babys in zeitlichen Abständen) u.s.w.!

Polytechnischer Untericht, Einblicke in die Technik (Hier im RAW Dessau 1959/60)

            

Weisse Geschwader des RAW Dessau der 50er & 60er  Jahre mit  Annette  Ziller und Friedel Funk

——————————————-

Installateurlehre 1962 PGH 10 Jahrestag, Arbeiten im Trockenwerk Mosigkau,Nerzfarm Dessau

Junkalor Dessau  (1967) von Galvanik bis Infralit / Ringwaagen .

Junkalor  Werk mit Tradition (1928) ,baute die ersten  Gasgeräte und deren

 Messverfahren.

  

                                        <Junkalor sinnlos Zerstört>

Weitere Berufe hier im Junkalor erlernt (Elektromonteur/Elektromechaniker)

Erinnerungen an den Bereich 13 Junkalor

Fleischer Horst & Roswitha,Müller und andere …..

ein Kassettentonband  & der neue Hit “Je T’aime Mon Amour” !

Es kam der Aufruf 1970 die Magnetbandfabrik wird gebaut .

Vorbereitungszeit  in der ORWO Filmfabrik-Wolfen -Technikum

4 Schichtsystem.

 

 Es war auch in der DDR möglich ,unter Kenntnis der Bedingungen und Vorbereitung und Ausdauer (Durchstehvermögen) und  Kontakt zu Ärzten sich vom Wehrdienst (Nachrichtendienst) zu befreien.

Die Magnetbandfabrik-Formation der 70 er  (Dessauer Mädchenband)

 

 Ich habe Sie  als junge liebenswerte Mädchen und MBF Formation kennen gelernt .Ich erinnere mich gern an Sie und Ihre  Auftritte .

Sie gehören  zu Dessau und seiner kulturellen Szene.

Ein  Comback war 2001 dieser  Band als ”Späten Mädels”.

Bericht von Christa Richter

Die MBF  (Magnetbandfabrik)  von Anfang an  mit aufgebaut. Auch Schaltwarten und Anlagen hatten bei der Erprobung geschmort .Leider auch  ein Toter bei der Inbetriebnahme der 110 KV Station. 

Zu erwähnen die Feuerwehr , die mich schon mit 16 Jahre (1962 Freiwillige Feuerwehr Törten damaliger Wehrleiter Fritz Appel †) interessierte ,auch die der Magnetband Fabrik Dessau vom Angriffstrupp bis zum Maschinist mit der neuen TLF 16 – W 50 , tolle Kameraden und einen wunderbaren Wehrleiter Bernd Rossow,der Menschlich nicht besser sein konnte!

   

   

Mein erstes  fahrtüchtiges gebrauchtes Auto von der MBF/ Abt.Transport abgekauft.  

Viele schöne Erinnerungen auch als  Kinderferienlagerleiter alle  Durchgänge der MBF in Buko (Mühle) Bei mir ,ohne politischen Firlefanz ,dank allen Helfern die da mitgezogen haben .Aber mit  viel Musik ,Tanz (Disco) Spiele /Unterhaltung mit Preise und Geschenke ,wo wir das ganze verfügbare Geld (im Gegensatz zu andere) nur für die Kinder ausgaben.

                                                      Die Technik   der    MBF      

Ein gehöriger Aufwand schon bei der Klimatisierung der EDV, Technik und Weissteilräume .Westdeutsche Firmen wurden uns zur Seite gestellt.Es wurde uns verboten mit diesen Firmen in Kontakt zukommen.Wir haben trotzdem viel geredet und gelacht auch  über Politik  .Gemeinsame Brotzeiten brachten uns mit der  Firma Airconex und ihre Monteure sehr eng zusammen.Bis ich von einem kleinen  dreckigen  Stasi Spitzel (bekannt) wegen meiner Meinung  & Standpunkt  und Aussagen verraten wurde und meinen Posten in der Schaltwarte  Klimaanlagen  in der MBF verlor .

Der technische Aufwand von der Chemie zum fertigen Tonband/Datenband

Vom Ganulat zur Folienherstellung  ,Beschichtung, Schneideraum,Datenbandkontrolle.

Abriss sinnlos oder gewollt…so wie vieles was man kaputt gemacht hat (mit der “Wende”) hier die MBF (Magnetbandfabrik)Kein Wort in den Medien das nur hier über  2000 ihren Arbeitsplatz verloren!

Viele Jahre auch Betonprojekt, Roboterbau, wo ich als einziger nicht in der DSF (Deutsch-Sowjetische Freundschaft ) , und auch  in keiner Partei  war .Und die Jungs ,Sorry keine sozialistische Brigade  werden konnten Betonprojekt auch Bereich Mildensee wurde geschlossen und abgerissen.

    

 v.l.n.r:            Rolf,Frank,Bernhard,Tommy

In Dessauer Brauereien  vom Bierfahrer, Materialbeschaffung, E-Werkstatt  bis zum Leiter vom Dienst (auch ohne Parteibuch). Brauereien und Gaststaetten die Tradition (z.b.Schultheis & Schade 1896) hatten und einfach durch Übernahme West geschlossen ,abgerissen ,Zweck entfremdet.   

 

Erinnerung an die Brauerei  und ihre “treuen” SED Genossen die mich geliebt und gehasst haben , ( Schau ,meine erste Digitaluhr Made in UdSSR )

Auch Schlosserei (  Panzermeier ),Sudhaus (Wo sich ein Anlagenfahrer in der Nachtschicht erhängte), Labor  u.v.a.

Die meisten sind nicht mehr unter uns…

In der DDR wurde in der Elektrobranche sauberer und genauer und übersichtlicher gearbeitet.(Verlegung,Verdrahtung, Bezeichnungen, Abgänge,Zugänge,Stromkreise)

Materialwirtschaft Fr.Schmidt und Lager,Annahme ,Beschaffung und den wunderbaren Madels und Frauen die  an mir laufend was aus zu setzen hatten und mich  immer salonfähig machten.Die Discothek 77:Waldbad -Freundschaft-Dessau.(eine alte Kiesgrube mit Hilfe der Russen (Soldaten die sehr schlecht behandelt wurden)    zum Leben erweckt.
Wer kennt oder weiss es noch (auch von Oma,Opa oder Eltern) das gepflegte Waldbad-Freunschaft- Gaststaette der KG Gaststaetten Konsum Dessau, gedeckte Tische ,Blumen , Kerzen welches immer ausgebucht und gut besucht war.Persoenliche Begruessung der Gaeste die immer wieder kamen ob im Konferenzzimmer,in der kleinen Bar oder Sälen,wo Tausende drinnen und draussen im Sommer oder Winter, Jahr ein, Jahr aus das Restaurant mit seinen kulturellen Darbietungen oder das Bad mit Kiosk und Terrasse besuchten.Zeiten mit sehr viel schoenen aber vielleicht auch fuer einige mit weniger schoenen Erinnerung verbunden.
Waldbad April 1980
Zeiten die mein Leben jedenfalls vollkommen veraenderten.Ein fester Bestandteil in meinem Leben, ueber 40Jahre Dessau  und Umgebung ,davon fast 20 Jahre Musik und Unterhaltung.
Der laengste Teil im Waldbad -Freundschaft- Gaststaetten die in Erinnerung bleiben .
              Das perfekte Buffet (Ausschank)

               

Der Beste Service

                       

                die beste Küche

Die beste Küche im Waldbad  (Küchenchef Herr Gonscher )

Objektleiter der für alles Neue  zu haben war und außerordentliche organisatorische Fähigkeiten hatte war  Herr Gruschke†. Restaurantleiter war der Herr Mittendorf und Frl.Schulz .Auch etwas Streit und Knatsch gab es auch ab und zu ,der sich nicht vermeiden lies,trotzdem war es ein tolles Waldbad Team auf das man sich 100% verlassen konnte (rechtzeitige Info auch über bestimmte Gäste)und immer fuer ihre Gaeste Gehör hatten und ihre Aufgaben ernst nahmen ,auch wenn die Stasi (Gäste aus Ost und West) oft den Service in Sachen Westgeld (Geldtausch) überwachte . Obwohl einige kleine  Parteileute  und wichtig Macher  mich öfters anschwaerzten weil ich Ihnen zu Westlich angehaucht ,ein nicht Wähler und   Dias aus aller Welt und Bereiche  zeigte, die nicht immer der DDR Norm entsprachen.Was mir etwas Aerger einbrachte und ich ins Kreiskultur Kabinett zur Klaerung und Mahnung bestellt wurde.

Die Stasi lies mich  in Ruhe ,obwohl ich ein bekannter kritischer Gegner dieser Sache und deren Machenschaften war und manchen gewagten , lustigen, oder ironischen Kommentar ueber die DDR und Staatsführung oeffentlich fallen lies.Was mir aber mehr Freunde und Beifall als Feinde brachte. Meine Befuerchtungen bei Feiern mit diesen  Parteibonzen und  Stasi-Leuten ,die auch die Vorzüge ,Gemütlichkeit  und die gute Küche des Waldbad kannten wurde einmal mit den Worten dieser abgetan:” Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps” … So was gab es auch .

           
Angefangen hat alles im Waldbad nach der Eröffung mit einer persönlichen Vorstellung und anschliessender Unterhaltung von Rentnerfahrten mit Cafemusik bei Herr Panier, damaliger fuer mich erster Objektleiter. Spaeter kam dann “Papa” Gruschke†. und die Kapelle Viva 1 und 2 mit Rolf †.
Dann nur noch Discothek in allen Raeumen,weil immer alle Gäste nur in der  Discothek 77 waren . Da zu wurden alle Saalbeleuchtungen umgebaut(von A..Kunze ),Diaprojektion und zusätzlich jede Menge Lampen, einen  Kraftanschluss 380V gelegt um im Takt die Musik farbig steuern zu können.Weiterhin traten damals in der Discothek bekannte Kuenstler ,Sänger,Zauberer,Akrobatik , auch Erotik ,Nackttanz und verschiedene andere Gruppen ( u.a. Showtanzgruppe Mattlei aus Halle) auf.

                        
Anspruchsvolle Karnvalsveranstaltungen auch mit Prinzengarde und Ihrer Dessauer Hoheit Prinz und seiner Prinzessin .Wollen wir Sie reinlassen?. Alle standen auf und klaschten mit beim Eintritt und Nahalamarsch. Ich Erinnere mich da noch an Hans Joachim, zu dem ich heute noch Kontakt habe.Scheen war es..

                               
Und wenn ich Ehrlich bin ,die schoenste und eine erfuellte Zeit in meinem Leben.
Zu den meisten Veranstaltungen zaehlten regelmässige Rentnerfeiern,Oma Opa waren auch zufrieden und leben wieder auf , Musik alle Richtungen, Jugendweihefeiern, Private Feiern,Wein und Feuerzangenbowle Abende, mit Vorfuehrungen und Erlaeuterungen ueber die Bowle.

Grosser Saal: Bei einer Darbietung bekannter Künstler

      

                                

Auf  Wunsch auch filetiert oder flammiert….

                   


 Tanzveranstaltungen und  Silvesterfeiern mit grossen Aufwand super Beleuchtung und einem bestimmten Programm   ,Tischfeuerwerk Konfetti Luftschlangen und jede Menge Luftballons die auch um 0 Uhr mit Glockengeläut und alle Menschen sollen Brüder werden (9. Sinfonie Beethoven) von der Decke fielen .Drei Gänge Menue, Obst (auch was selten war)  und einem kalten und warmen Buffet .

Veranstaltungen die immer ausverkauft und lange vorbestellt  und sich jeder leisten konnte.

Auch Kinderdisco, (was sehr anstrengend war) Brigadefeiern jede Menge an die ich mich immer noch gern erinnere.Rentnerfeiern,Hochzeiten und Frauentagsfeiern wo die Post abging ,keine Dessauer Sturkoeppe..eher echte Sonnenkoeppe. Nicht nur Dessauer koennen sehr lustig sein und tolle Stimmung machen ,wenn man Gefuehle vermitteln und Bruecken bauen kann, ein Gefühl für die Musik und dem Publikum hat, Kontakt zu diesem  findet.Den Stimmungsbogen einhaelt, auch eine  Polonaese ,DJ vorran durch den Saal ueber die Theke.Fuer das Publikum sich auch mal zum Clown machen.Und ein bissel mehr macht hat, als nur Musik auflegen .

Betriebsvergnuegen:
Waggonbau,,Gasgeraete,,Gaerungschemie,Abus,Elmo,Zementanlagenbau, RAW, Stahlbau, MBF, HO, Konsum ,Brauereien, GKD, Betonprojekt, Staatliche Institutionen und Organisationen u.v.a.m .


Angefangen hat alles mit Musik im Birkenwaeldchen (Jaegerklause 1969/70 ) für eine Feier der neuen MBF mit einem Plattenspieler und einem Tonband und einem selbstgebauten 15 Watt Verstärker .
Dann mit weit mehr Power (Watts) weiter regelmässig im Cafe “Quietsch” ,Betreiber war Herr M.Birke (Quietsch-weil die Strassenbahn in der Kurve furchtbar quietschte ) Total Stromausfall in  Dessau bei minus 23 Grad am 31.12.1978  vor 0.00 Uhr.) Oben im Cafe mit der ersten selbstgebauten 6 Kanal Lichtorgel  und Raumbeleuchtung , weiter  auch im Haus des Handwerks, Hotel Dessau in der kleinen Bar rechts unten . Sehr oft im schönen Afrikana (ehemals Restaurant am Museum)  öfters Kristallpalast auch im Wechsel mit Bands , Lorkpark, Obstmustergarten, Dessau Alten ,auch Orte ausserhalb und Umgebung(z.b.  Kochstedt Grüner Baum) u.v.a.

    MIDI JUXEBOX

LETS GO DANCE!

Ab 1988 ging nichts mehr.   Wenn man Material oder einen Handwerker brauchte ,ging es  nur noch  mit DM. Jeder wollte nur noch Westgeld.  Viele sagten : ” So kann es nicht weiter gehen”  . Aus Passive Gegner  wurden  Aktive Gegner,und es wurden immer mehr zur Montagsdemo auch in DESSAU.

Wir fingen an Flugblätter zu drucken !

Da Vervielfältigungsmaschinen nicht öffentlich zugänglich waren ,wurde im DDR Intershop einen gerade aufkommender 8Bit Rechner  ATARI 800 mit Drucker gekauft.

Es erfolgten Teilnahmen an Demonstrationen  mit und in Kirchen .Stasi raus -Der Ruf keine Gewalt! “Wir bleiben hier-auf die Strasse” …wurde auch in Dessau sehr laut.

Wir sind das Volk, wurde später durch -” wir sind ein Volk” politisch ausgenutzt”

Die Worte:“Wer hier arbeiten will ,kommt zu was hier im blühenden Land mit DM-Begrüssungsgeld”,zeigten ihre Wirkung.Das nicht alles stimmte was man uns vorgaukelte ,lernten viele erst später kennen !

Ich wollte nicht der letzte sein der das Licht hier ausmachte.

1989 kehrte ich für immer und viele andere ,Dessau den Rücken………………………

Bei meinem letzten Besuch 2004/5 in Dessau, traurig was aus den Objekten und Waldbad-Gastaetten und traditionelle Bauten  geworden ist.
Abgerissen, zerfallene dunkele zerstörte Objekte, zerbrochene Scheiben, herraus gerissene Holzverkleidungen, abgerissene Ornamente ,Kacheln,Kabel Lampen u.s.w.
Es sind eine Menge Gefuehle und eine endlose Leere die einen ueberwaeltigen…….
Dabei waere es angebracht gewesen nicht nur  in Dessau die alten Bauten mit Tradition zu erhalten und wieder diese Tanzlokale fuer die reifere Jugend und Jung gebliebenen zu schaffen.Wo man  wieder gern hingeht um Entspannung und neue Kraft zu tanken  , Freude  an der Musik und Spass an der Geselligkeit…. Der Tanz und die Geselligkeit war schon immer etwas besonderes, ein Ausgleich für viel Stress und  Verdrossenheit im Leben und in der Politik .Der Tanz und die Geselligkeit zählt mit zu den besten  Jahren in unserem Leben.

Viele vergessen oder verdrängen es ,das dieses alles einmal nur Erinnerungen werden…..

und sich das Leben bei jedem innerhalb  von Minuten (Selbsterfahrung)  total  ändern kann ……… 

Leider  traegt die ”neue” GEMA zu einer dramatischen kulturellen und sozialen Verarmung der Gesellschaft bei,die unverantwortlich ist. Besonderst betroffen sind kleine bis mittlere Gaststätten und Lokale auch ländliche  Bereiche ,die gerne für ihre Gäste Geselligkeit Tanz und Lebensfreude und Entspannung bieten würden.Leider hat die Gema solche unverschämten Geldforderungen bei  Veranstaltungen die in keinem Verhältnis zu den Einahmen vieler Gastronomen stehen .Anfragen von allein Unterhalter Kapellen und DJ´s nach Tanzveranstaltungen  werden auf Grund der hohen Gebühren von vorn herrein abgelehnt. Das Letzte der Gema,.. Gebühren weil Kinder im Kindergarten vor den Eltern und Bekannten Weihnachtslieder singen! (Begründung Staatlich verpflichtet ,der Versuch einer Ausrede ) Weiterhin wird die undurchsichtige Verteilung der Gema Gelder und ihren Verwaltungsapperat  von vielen kritisiert. Die Gema behaart auf ihre alten Strukturen die aber nicht mehr Zeitgerecht sind.Die eigentlich auf dem Prinzip und Fähigkeit beruhen, anderen nur viel abzunehmen.Bei der ehemaligen AWA war dieses einfacher und sozialer geregelt. Z.B Keine Gebühren bei orig. Tonträger , geringe Gebühren bei pauschal Lizenz für  Kopien und Aufnahmen, so wie einmalige Sondergenehmigungen für Veranstaltungen, AWA Gebühren die im Rahmen blieben und  jeder kleine  Veranstalter bezahlen konnte und auch gemeldet hatte!. So hatte der Veranstalter auch  noch genug Spielraum um kulturelle Einlagen bezahlen zukönnen.

Das Resultat ,viele kleine Gastätten ,Kneipen mit Tanzveranstaltungen zu DDR Zeiten  mit Kapelle ,Band, allein Unterhalter oder Discothek.

Abschliessend noch eine ausgesprochene Formulierung der Gema die alles über diese und dieses System sagt und keinen Kommentar benötigt.

Zitat:”Der Zweck der GEMA ist es nicht, Kultur in dem Sinne zu fördern, dass sie verpflichtet wäre, andere Kulturschaffende oder Kultureinrichtungen, etwa Veranstalter, zu fördern, sondern sie ist dafür da, so viel Geld wie nur möglich für ihre Mitglieder zu beschaffen!”(nmz)

Leider entfernt sich Dessau und Umgebung durch seine staendigen Veraenderungen durch Abriss von bekannten Objekten,Umbauten,Strassen, Gewerbegebiete so sehr von seiner bekannten Form , das es fuer mich  immer fremder wird!
Es bleibt  trotz dem ein Stueck Heimat in meinen Erinnerungen, das sich immer auch in der Ferne mit mir und meinem Herzen verbindet. Die laengste Zeit meines Lebens .
Politik die eine ganze Generation total zerruettelt hat. Politik, das Spiel mit dem Menschen in ihrer  Meinung wieder geteilt ,so das sie wieder aufeinander losgehen .Oder es wieder  vorziehen auszuwandern .Ich sehe heute vieles mit ganz anderen Augen .

Sparmassnahmen 2010

MELDUNG: Dessau-Roßlau -Bäderschliessung 

Kulturausschuss stimmt

Waldbadschließung zu !

Das Waldbad im Süden der Stadt Dessau. 

DESSAU-ROSSLAU/MZ. Das Dessauer Waldbad wird zur Saisoneröffnung am 15. Mai seine Pforten geschlossen lassen. Dies beschloss der Kulturausschuss auf seiner Sitzung am Mittwoch und gab damit einer Vorlage der Verwaltung nur seine eingeschränkte Zustimmung.Diese sah ursprünglich vor, im Rahmen der Haushaltskonsolidierung sowohl das Waldbad als auch das Erlebnisbad Roßlau und das Freibad in Rodleben als städtisch betriebene Einrichtungen zu schließen, letztere zum 15. September 2012. Statt dessen sollten private Betreiber oder Vereine die Bewirtschaftung der Bäder übernehmen. ..

-Eintrittsgelder die dann keiner mehr zahlen will und kann !-

Dieses trifft wieder und immer die kleinen Leute mit Kindern !!

Baden  dann wieder wie in den 50er Jahren an der Taube oder andere Tümpel !

Eins steht fest, es gibt  viele neue Verlierer .Viele wissen es nicht oder glauben es nicht, das sie bald auch  zu diesen Verlierern gehören werden!

In Gedanken denke ich oft an alle ,die nicht
mehr unter uns weilen, Eltern,  Objektleiter,  Gäste, Freunde, viele nette Leute,Bekannte,Arbeitskollegen,Nachbarn  mit denen ich viele schoene aber auch schwere Stunden oder Arbeitszeiten verbracht habe (und das sind schon einige)
aber in meinen oder unseren Erinnerungen oder Herzen weiter leben und nie vergessen werden.

                                       

Auch wenn viele heute den Sinn des Lebens vergessen haben…

”Leben und leben lassen !”

Kehrseite der  neuen Freiheit ! 

 So was kannten wir nicht…..

 Es wird wieder einigen nicht gefallen  (Wo ich heute stehe)

 Familie Ziller Dessau -In Liebe und Dankbarkeit

Thomas Ziller      Der Maler  und seine Bilder